Module

Zusätzlich zu den verschiedenen Formen des Umgangsmanagements werden optional folgende Module angeboten:

Soziale Gruppenarbeit

Soziale Gruppenarbeit im Kontext von Trennung und Scheidung soll die Kinder und Jugendlichen dabei unterstützen, 

  • Manipulationen und Instrumentalisierung zu erkennen,
  • eigene Vorstellungen seiner Position im Familiensystem zu entwickeln, diese zu äußern und zu verteidigen,
  • Loyalitätskoflikte zu erkennen und aufzulösen und
  • aktuelle Krisen zu überstehen und damit Ressourcen zu (re-)aktivieren, welche seine zukünftige Handlungsfähigkeit erhöhen.

 

Beratung der Eltern

Das Ziel der flankierenden Beratung der Hilfeempfänger ist die Hilfestellung bei der Verselbständigung in der Durchführung von Kontakten unter Ausschluss jeglicher Form der Gefährdung für das Kind.

Die Beratung wird bei begleitetem Umgang sowie beaufsichtigtem Umgang empfohlen. Sie ist dringend erforderlich, wenn die selbstverständlichen Vor- und Nachbereitungsgespräche mit den Beteiligten das Kindeswohl nicht ausreichend sichern können. Weitere Kriterien, die eine Beratung als flankierende Maßnahme notwendig machen, sind unter anderem

  • Verhaltensauffälligkeiten des Kindes, die dem Umgangskontakt zugesprochen werden,
  • häufige Ausfälle des Umgangskontakts durch Absagen,
  • das Parental Alienation Syndrom,
  • Sucht und Abusus als Kontext der Eltern
  • sowie unangemessenes Verhalten der Beteiligten, wie z.B. Instrumentalisierung.

 

 

Beratung und Therapie

Selbstwert und Selbstvertrauen sind eng mit der Identitätsbildung und dem Selbstbild sowie dem Selbstkonzept verknüpft. Um einen angemessenen Selbstwert aufzubauen, muss die Person Einfluss nehmen und selbstwirksam sein und diesen Einfluss auch als Selbstwirksamkeit erleben. Selbstwirksamkeit ist das Gegenteil von Hilflosigkeit und ist darum zentral, um aus einer Hilflosigkeit heraus zu finden. Dies ist oft relevant bei Themen wie Ängsten, Depression oder auch bei Schwierigkeiten im Umgang mit Gleichaltrigen. Ganz besonders sind jedoch Identität, Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit im Rahmen von (familiengerichtlichen) Auseinandersetzungen und Umgangsregelungen bedroht, denn Kinder fühlen sich auch heute noch in Umgangssachen übergangen und oder im Rahmen von Loyalitätskonflikten absolut unfähig, selbst zu handeln. Dieser Mangel an empfundener Selbstwirksamkeit stellt ein besonderes Entwicklungshemmnis und damit eine Kindeswohlgefährdung dar.


Systemnahe Dritte

Umgang ist Familiensache!

Davon sind wir zutiefst überzeugt. Unser Menschenbild sowie unsere Arbeitsphilosophie sind durch das Bewusstsein geprägt, dass Familien selbstwirksame Systeme sein können.

 

Das Gesetz sieht nicht immer die Beauftragung eines Jugendhilfeträgers mit der Durchführung des Umgangs an erster Stelle. Gewünscht und gewollt sind hier systemnnahe Dritte wie Großeltern, Cousins, Schwägerinnen, Nachbarn usw. Diese Personen sind jedoch Laien und trauen sich daher oft nicht zu, eine solche Aufgabe zu übernehmen, um nicht zwischen die Fronten der zerstrittenen Parteien zu geraten.

Das Modul Systemnahe Dritte

beinhaltet die Suche einer ehrenamtlichen familiennahen Person, die - wenn die Umgangskonstellation es hergibt - die Vermittlung, Übergabe und Mediation zwischen den Parteien im Sinne des Kindes übernehmen kann. 

Das Kind hat dadurch die Möglichkeit, einen Vertrauten miteinzubeziehen.

 

Diese Person

wird gemeinsam mit Kind und den anderen Beteiligten gesucht,

  • durch das Fachpersonal in der Aufgabe unterwiesen und in der Durchführung bestärkt,
  • bei der Durchführung zunächst begleitet,
  • über den kompletten Hilfezeitraum unterstützt und beraten und
  • bei Interesse in Kleingruppen von systemnnahem Dritten fortgebildet und supervidiert. Die Supervision wird einmal monatlich angeboten.

Dokumentation

 

Natürlich gehört zu jeder Hilfe, die von uns angeboten wird, eine qualifizierte und professionelle Dokumentation grundsätzlich zum Angebot und muss nicht separat gebucht werden.

 

Mit dem Modul Dokumentation wird dem Beleger zusätzlich die Möglichkeit gegeben, zwischen verschiedenen Formen und Zielsetzungen zu wählen. Dass heißt, dass wir aufgrund unserer interdisziplinären Erfahrung die Möglichkeiten bieten, Dokumentation so zu gestalten, dass sie

- zur Beantwortung einer (gerichtlichen) Fragestellung,

- als Grundlage pädagogischer und therapeutischer Maßnahmen und/oder

- als Grundlage zukünftigen elterlichen Handelns dienen kann.

Sie erhalten in jedem Falle eine schriftliche Dokumentation über unsere Arbeit.

 

Zudem bieten wir die digitale Dokumentation "on the run an. Sie erhalten online per

 

Passwort einen 24h Zugriff auf die Protokolle, Videoaufnahmen und Notizen zum Fall und können sich jederzeit auf den Stand bringen, ohne einen Zwischenbericht oder Ähnliches abwarten zu müssen.

 

"on the run" erhöht den erforderlichen Umfang an Fachleistungsstunden um etwa 0,5 Stunden pro Umgangstermin.

 

Zu beraterischen und/oder therapeutischen Zwecken können die Umgangskontakte per Video dokumentiert werden. Dies dient vor allem zunächst dazu, Interaktion zwischen Umgangsberechtigtem und Kind besser erörtern zu können, aber auch, um Fortschritte im Umgang mit dem Kind in Beratungssettings zu visualisieren.

 

Die Videoaufzeichnung, das Auswerten und das Aufbereiten des Materials erhöht den Umfang an benötigten Fachleistungs-stunden um 1,25 Stunden pro Umgangstermin.

 

Selbstverständlich         muss        nicht       jeder

 

Umgangstermin          per          Videoaufnahmen
festgehalten werden. Zudem Bedarf es natürlich der Zustimmung der Beteiligten.

 

Kosten

 

Berechnet werden die mit den beauftragten Jugendämtern vereinbarten Leistungsentgelte.